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DIE LINKE mahnt Maßnahmen gegen Kinderarmut an!

11. September 2018 -

* Gesundheit und Wohlstand stehen im engen Zusammenhang

„Es ist eine Schande, dass in einem so reichen Land unsere Kinder im Regionalverband zu fast einen Drittel auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen sind“, so der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Jürgen Trenz. Die jugendpolitische Sprecherin im Regionalverband, Dagmar Trenz, ergänzt: "31,8 % Kinder unter 15 Jahren im Sozialleistungsbezug beweisen eindrucksvoll, dass unser Sozialsystem nicht funktioniert."

Der Regionalverband müsse seinen Einfluss in Richtung Berlin geltend machen und sich für weitreichende Systemänderungen einsetzen. Kinderarmut, so Dagmar Trenz sei immer auch die Armut der Eltern. Ihnen müsse umfänglich geholfen werden. Unumgänglich sei die Einführung einer Kindergrundsicherung, die unabhängig vom Einkommen der Eltern gezahlt werde und nicht von den Sozialleistungen abgezogen würde wie dies bisher beim Kindergeld der Fall sei.

Jürgen Trenz sieht auch direkte Zusammenhänge zwischen Kinderarmut und Gesundheit bzw. zwischen Armut und Gesundheit allgemein.

Kinder, die in Armut aufwachsen, seien häufiger krank und hätten eine insgesamt geringere Lebenserwartung, da ihre Eltern aus finanziellen Gründen nicht im gleichen Maße Vorsorge treffen könnten bzw. die Lebensbedingungen schlechter seien.

Der Regionalverband, so DIE LINKE, sei aufgefordert, noch einmal alle jugend- und gesundheitspolitische Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit hin zu überprüfen und wo nötig zu ergänzen.

DIE LINKE werde es nicht klaglos hinnehmen, dass die Kinderarmut im Großraum Saarbrücken unaufhörlich steige, ohne dass in ausreichendem Umfang Gegenmaßnahmen ergriffen bzw. angemahnt würden.